THE WALKING DEAD
chokepoint
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THE WALKING DEAD
Der Bundesstaat Georgia heute:
Dunkelheit. Der Geruch von Verfall. Das langsame, heisere Atmen von etwas, das nicht mehr lebt.
Der Spalt unter der Tür ist kaum mehr als ein paar Millimeter breit, gerade genug, damit ein Rest Licht in den Wandschrank fällt, in dem ich mich seit letzter Nacht verstecke. Ich sitze zusammengekauert, die Hände vor den Mund gepresst, damit kein Laut entweicht. Neben mir, nur getrennt durch eine dünne Wand aus Pressspan, bewegt sich meine kleine Schwester. Nicht viel. Nur dieses unregelmäßige Scharren, dieses leise, kratzende Geräusch, das nicht mehr zu ihr gehört.
Ich habe aufgehört zu weinen. Nicht, weil es besser ist, sondern weil nichts mehr übrig ist. Meine Mutter. Mein Vater. Irgendwo im Haus. Vielleicht noch da. Vielleicht auch nicht mehr.
Ich wage es nicht nachzusehen.
Meine Augen brennen, meine Lider werden schwer. Der Schlaf kommt nicht aus Ruhe, sondern aus Erschöpfung. Meine Arme sinken langsam herab, kraftlos, taub. Mein Kopf lehnt gegen den dicken Stoff eines Wintermantels. Ich spüre jede Bewegung auf der anderen Seite. So nah, dass ich sie fast noch fühlen kann.
Ich weiß, was passiert, wenn ich die Tür öffne.
Ich werde in diesem Schrank sterben.
Meine Gedanken flackern, verlieren sich. Irgendwo zwischen Erinnerung und Wunsch. Eine andere Welt. Eine sichere. Eine, in der Türen nicht das Letzte sind, was zwischen dir und dem Ende steht.
Warte auf mich.
…
Wir beginnen am Anfang.
Als es losging, war es nur Verwirrung.
Die Medien berichteten von Ausschreitungen, von Kranken, von Evakuierungen.
Es gab Anweisungen. Sammelpunkte. Auffanglager.
Das Militär übernahm nach und nach die Kontrolle.
Viele hielten es für übertrieben. Für Panikmache.
Bis die ersten Videos auftauchten.
Menschen, die nicht reagierten.
Die nicht aufhörten.
Dann wurden die Straßen leer.
Die Botschaften blieben gleich:
Bleibt in euren Häusern. Wartet auf Hilfe.
Es gibt keine verlässlichen Informationen mehr.
Die Städte sind nicht mehr zu halten.
Zu viele. Zu schnell.
Die Supermärkte sind leer.
Die Straßen voller Zurückgelassenem.
Und die Häuser… sind keine sicheren Orte mehr.
Das Militär hält noch vereinzelte Stützpunkte.
Kontrolliert. Bewacht. Überfüllt.
Die letzte Chance auf Struktur in einer Welt, die auseinanderbricht.
Dunkelheit. Der Geruch von Verfall. Das langsame, heisere Atmen von etwas, das nicht mehr lebt.
Der Spalt unter der Tür ist kaum mehr als ein paar Millimeter breit, gerade genug, damit ein Rest Licht in den Wandschrank fällt, in dem ich mich seit letzter Nacht verstecke. Ich sitze zusammengekauert, die Hände vor den Mund gepresst, damit kein Laut entweicht. Neben mir, nur getrennt durch eine dünne Wand aus Pressspan, bewegt sich meine kleine Schwester. Nicht viel. Nur dieses unregelmäßige Scharren, dieses leise, kratzende Geräusch, das nicht mehr zu ihr gehört.
Ich habe aufgehört zu weinen. Nicht, weil es besser ist, sondern weil nichts mehr übrig ist. Meine Mutter. Mein Vater. Irgendwo im Haus. Vielleicht noch da. Vielleicht auch nicht mehr.
Ich wage es nicht nachzusehen.
Meine Augen brennen, meine Lider werden schwer. Der Schlaf kommt nicht aus Ruhe, sondern aus Erschöpfung. Meine Arme sinken langsam herab, kraftlos, taub. Mein Kopf lehnt gegen den dicken Stoff eines Wintermantels. Ich spüre jede Bewegung auf der anderen Seite. So nah, dass ich sie fast noch fühlen kann.
Ich weiß, was passiert, wenn ich die Tür öffne.
Ich werde in diesem Schrank sterben.
Meine Gedanken flackern, verlieren sich. Irgendwo zwischen Erinnerung und Wunsch. Eine andere Welt. Eine sichere. Eine, in der Türen nicht das Letzte sind, was zwischen dir und dem Ende steht.
Warte auf mich.
…
Wir beginnen am Anfang.
Als es losging, war es nur Verwirrung.
Die Medien berichteten von Ausschreitungen, von Kranken, von Evakuierungen.
Es gab Anweisungen. Sammelpunkte. Auffanglager.
Das Militär übernahm nach und nach die Kontrolle.
Viele hielten es für übertrieben. Für Panikmache.
Bis die ersten Videos auftauchten.
Menschen, die nicht reagierten.
Die nicht aufhörten.
Dann wurden die Straßen leer.
Die Botschaften blieben gleich:
Bleibt in euren Häusern. Wartet auf Hilfe.
21 Tage später.
Es gibt keine verlässlichen Informationen mehr.
Die Städte sind nicht mehr zu halten.
Zu viele. Zu schnell.
Die Supermärkte sind leer.
Die Straßen voller Zurückgelassenem.
Und die Häuser… sind keine sicheren Orte mehr.
Das Militär hält noch vereinzelte Stützpunkte.
Kontrolliert. Bewacht. Überfüllt.
Die letzte Chance auf Struktur in einer Welt, die auseinanderbricht.
F A C T S
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- Atlanta & Washington D.C.
- L3S3V3
- Whitelist
- 2010